Der schnöden Worte Werk gelernt,
Sie wohl gepflegt und ausstaffiert.
Trotz Sinne stumpf und taub.
Von Kunst bin ich so weit entfernt,
Dass Leiden 's schafft mein Herz krepiert.
Und blutend kriecht zu Staub.
Gedichte Schreiben war nie meine Stärke. Das Schreiben allgemein nicht. Auch wenn manch einer das behaupten mag und Kunst in Worten sieht, die gar nichts sind.
Die Menschen neigen dazu Poesie zu finden, wo Staub und Schmerz ein Herz zerfressen. Großstadtpoesie.

Die Schönheit, die einen wünschen lässt sich auf dem kalten Boden das Herz aus dem Leib zu kotzen, während man im kalten Neonlicht einer stromverschlingenden Straßenlaterne verreckt. Die schreckliche Schönheit der Welt. Abgemagerte Kinder, deren papierdünne Haut sich über spitzkantige Rippen spannt. Bis zum zerreißen. Ist das schön? Ist das poetisch?
Wenn etwas Tränen in die Augen treibt ist es nicht immer rührend. Manchmal ist es einfach nur die herzumklammernde, lungenzerfetzende, atemabschnürende Angst vor dem, was ein Bild bedeutet. Die Angst davor etwas zu sehen, was real ist. Die Angst, dass diese Poesie, diese Kunst nur eine Ausgeburt der von Menschen geschaffenen Hölle auf Erden ist. Es heißt, wenn Jesu Christ der Messias gewesen sei, dann bildeten wir Menschen auf Erden das Reich Gottes. Ein Reich, das wachsen und gedeihen müsse, wie ein gepflanztes Samenkorn. Wenn dieses Reich so aussehen soll, dann ist Gott nichts weiter als ein Arschloch. Und Menschen die solche Bilder poetisch oder gar schön finden ebenfalls. An Leiden ist nichts Künstlerisches, nichts Schönes und für die wenigen glücklichen unter uns Leider Gottes auch nichts reales. Denn es sind ja nur Bilder. Gottverdammte Bilder.