Sonntag, 17. Oktober 2010

Rhorschachtest für Fortgeschrittene

Rastlos versuche ich meinen Atem zu erhaschen, in endlos kreisenden Bahnen. Immer wieder wiederholt sich der letzte Akt. Das Mienenspiel von Lust und Liebe, von Freude und Schmerz. Die Menge zum Zerreißen gespannter Gesichter ich seh‘ sie kaum. Verschwommen. Das helljauchzende Klagelied erhebt sich, bläst zum nächsten Akt.
Tanzend fallen die Sterne vom Himmel. Taumelnd schlagen sie sich nieder, landen auf den steinharten Brettern, die einmal die Welt bedeuteten. Und Worte klingen klanglos. Allesamt. So abgestumpft und trüb wie des morastigen Sumpfes Herz.
An Ranken klettern sie hinauf. Suchen Licht und finden Schatten. Wärme kriecht und schnaubt, während im Staub sie sich suhlen. Ein letzter Atemhauch der Sinnlosigkeit zwischen Buchstaben, die wie Zuckerkörner aneinander kleben.

Und wer nicht versteht, was diese Worte sagen, der fühlt sich wie ich, aus deren Kopf sie doch entstammen. Einfach zu schreiben, was dort herumschritt scheint noch das Leichteste. Aber selbst so aneinander gereiht wirken sie mehr wie ein Fall für den Psychiater als alles andere.
Wie ein Rohrschachtest. Schwarze Tintenkleckse, die auf einmal Schmetterlinge oder Ratten ergeben. Je nachdem wie kaputt der eigene Kopf bereits ist. Was also kann man aus diesen zusammengewürfelten Tintenklecksen in Wortgestalt nun lesen?
Dass ich vor dem zu Bett gehen weder Horrorfilme sehen, noch Süßigkeiten essen sollte? Dass ich wieder einmal viel zu lange wach bin? Oder vielleicht nur, dass ich dieses Chaos für zu wichtig erachte und solche kleinen Verstandsprobleme Teil der Pubertät sind?
Letzteres klingt für mich noch am Logischsten. Zumindest ein wenig. Und so schließe ich diesen sinnlosesten aller Einträge. Einfach so. Mitten im Sa