Samstag, 17. April 2010

Theorien zum Glück II

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Ich habe immer daran geglaubt. An das Happy End, wie Disney es mir vormacht. Daran, dass alles wieder wird, egal wie tief man drin steckt. So gesehen bin ich ein verkorkstes kleines Kind, das noch immer darauf hofft alles könne wieder werden wie es war.
Aber es wird nicht wie es war.
Es wird.
Aber niemals wie es war.
So ist nun einmal der Lauf der Dinge. Manchmal nicht einmal das. Nicht solange sich Menschen im Selbstmitleid suhlen. Es soll so manchen Menschen geben, der wegen eines verlorenen Schlüssels einen größeren Aufstand als ein Anderer, weil er nichts zu essen hat, macht. So etwas ist mehr als Absurd. Das Glücksempfinden dieser Menschen hat sich so weit verschoben, dass Glück Routine ist, die kaum noch gesteigert wird. Wenn jemand dir jeden Tag fünfzig Euro schenken würde, wäre deine Freude darüber spätestens nach zehn Tagen doch auch viel geringer als am ersten Tag. Glück ist also eine Sache der Gewohnheit. Zumindest bei einem Großteil der Menschen. Bei der Anderen Hälfte ist es ebenso eine Sache des Vergleichs.
Schenkt dir jemand jeden Tag Geld und du vergleichst dann dein Glück mit jemanden, bei dem es nicht so ist, fühlst du dich glücklicher als dieser Andere und steigerst somit dein Glück.
Was ist Glück also wirklich?
Im Grunde nur ein kleines Fenster Euphorie, dass sich je nach Gewohnheit oder Vergleich vergrößert oder verkleinert, in manchen Fällen auch einfach nur verschiebt.
So viel dazu.

Jazz over and out.

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