Samstag, 3. April 2010

Ein paar an die Luft gesetzte Worte

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Einen guten Morgen und schönen Ostersamstag wünsche ich.

Ich nutze gerade eine kleine Verschnaufpause zwischen Aufstehen und Arbeiten zum Schreiben. Sicher könnte man mir vorwerfen ohne jedes Konzept einfach Worte in die Gegend zu schmeißen und irgendwie hätte man damit Recht.
Der Frühling scheint nun endlich nahe. Die ersten Sonnenstrahlen haben ein paar Knospen geweckt und mit ihnen sind gleich ein paar Frühlingsgefühle hochgekocht. Pünktlich zu ostern gibt es also wieder einen Haufen Frühlingskram, Schmertterlinge und klopfende Herzen inklusive.
Ich frage mich, was am Frühling nur so anders ist, dass alle Welt sich zu verlieben glaubt. Vielleicht schwirren ja irgendwelche Hormone und Pollen durch die Luft.
Denn etwas Anderes soll Liebe ja angeblich nicht sein. Reine Hormonschübe, die zum Paarungszweck ausgeschüttet werden. Furchtbar romantisch. Ehrlich.
Aber so etwas kommt nun einmal davon, wenn man alles zu erklären versucht. Dann wird der Mensch schnell mal auf

44,1 kg Sauerstoff
14,0 kg Kohlenstoff
7,0 kg Wasserstoff
2,1 kg Stickstoff
1,0 kg Klazium
140 g Schwefel
70 g Chlor
70 g Natrium
30 g Magnesium
3 g Eisen
300 mg Kupfer
100 mg Mangan
30 mg Iod

reduziert.
Wo vorher noch ein lebendes, atmendes Wesen war haben wir dankl unserem Wissensdurst nun einen 69,44 kg schweren Klumpen verschiedenster Stoffe, die ein Kind mit durchschnittlichem Taschengeld sich von ebendiesem kaufen könnte. Wo vorher Liebe und Frühlingsgefühle waren bleiben Hormone, Treibe und Gehirnströme, die rein auf Partnerfindung und Vermehrung ausgelegt sind. Und der einzige Sinn unseres Seins wäre dann das Erzeugen weiterer Nachkommen, die dann ihrerseits Nachkommen zueugen etc.
Begeisternd nicht wahr?
Was unterscheidet Menschen noch vom Tier? Dinge wie Sprache, Sozialverhalten und Lebensstandart können wir ja nur aus unserer Sicht hin messen. Was bleibt noch übrig?
Zerstörung.
Und nein, ich möchte nicht fatalistisch klingen. Aber das Einzige, was bleibt, ist, dass der Mensch seine Umwelt ausbeutet und zerstört. In allen anderen Dingen haben wir kaum die nötige Neutralität uns zu vergleichen. Wenn wir dem Menschen also jeglicher Religion und anderer Formen des Glaubens berauben und uns lediglich auf Fakten stützen, sind wir Menschen im Grunde genommen nicht mehr so toll, wie wir immer tun.

Jazz over and out.

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