Freitag, 23. April 2010

Leviathan

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Der Mensch ist von Grund auf schlecht.
Verdorben durch seine eigene Ruhmsucht, Besitzgier und Streitsucht. Kurz, durch Egoismus und Agressivität. Wann imemr ein Mensch etwas besitzt, was ein Anderer nicht hat, gibt es Streit. Wann immer sich ein Mensch in seiner persönlichen Eitelkeit verletzt fühlt wir gekämpft, gerangelt und gestritten.
Warum also schimpfen sich noch Menschen als gut?
Ein Staat mit Regeln und Bestrafungen hält sie im Zaun. Gleich einem grausamen Monster, dass mit eiserner Faust und Feuer regiert. Und trotzdem schaffen es die Menschen immer wieder sich und ihre Umwelt aufs heftigste zu Grunde zu richten.

Aber kann ein Wesen, das Begriffe we "gut" und "böse" erst eingeführt hat, wirklich so verdorben sein?
Wieso also möchte ein Mensch, der sich Weiteres als böse bezeichnet werden könnte, solche Kategorien erst ins Leben rufen?
Vielleicht ist das alles nur eine Art der Selektierung. Man möchte sich abheben, die eigenen Taten rechtfertigen und sich selbst, als so verkommenes Etwas, ein Stückchen weit verträglicher Machen. Gut wäre dann nur eine Abstufung vom Grundzustand, gleichzustezen mit weniger böse.
Warum also Dinge wie Religion und Nächstenliebe?

Weil nicht jeder Mensch böse sein möchte und die Gesellschaft einigen das böse sein quälend schwer macht. Moral, Anstand, Gebote und Religion zwingen die Bestie Mensch in geregelte Bahnen. Allen Voran Kirche uns Staat.
Und tatsächlich, die Menschen fügen sich. Einmal im jahr wird für die Opfer einer beliebigen Katastrophe gespendet, man organisiert Kleidersammlungen und gibt sich selbst als ein guter Mitmensch. Gezwungen oder nicht, diese Taten könnte man durchaus als gut bezeichnen. Selbst, wenn der Mensch, wie Thomas Hobbes uns es so eindrucksvoll in seinem Werk "Leviathan" erläutert hat, von Grund auf böse ist, so kann man ihm diesen Versuch seine Grundfeste zum Guten zu ändern hoch anrechnen.
Dann ist der Mensch nciht länger Knecht seiner eigenen Natur. Und allein das sollte uns bei der Frage gut oder böse zumindest ein wenig Hoffnung schenken. Wir sind noch nciht völlig verloren. In diesem Sinne...

Jazz over and out.

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