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felice anno nuovo!
Happy new Year!
feliz año nuevo!
Íîâûì ãîäîì ïîêà !
Oder einfach ein frohes neues Jahr. Die Welt fasst sich erneut Vorsätze, die sie nicht halten wird. Millionen hoffen auf neues Glück, das sie ebenso im letzten Jahr hätte ereilen können und dem es sicherlich scheißegal ist ob nun ein Neues angebrochen ist. Es gab viel Krach, sicherlich hatte die Notaufnahme so manche Verbennug zu behandeln. Was sonst vom Anbruch des neuen Jahres bleibt sind wenige Sekunden, die die ganze Welt gemeinsam gezählt hat.
Nun bin ich sicherlich etwas spät damit dran irgendwem ein frohes neues Jahr zu wünschen und das hat einige Gründe. Nun zumindest habe ich es allen Lesern (ich tippe auf zwei an der Zahl, dennen ich es ohnehin rechtzeitig gewünscht haben dürfte) ein frohes Neus gewünscht und bevor ich weiter meiner Abneigung gegenüber Feuerwerkskörpern fröhne, möchte ich nun doch zu einem anderen Thema kommen, natürlich nur, sofern ihr es gestattet.
Der menschliche Körper ist etwas seltsames. In Zeiten von Computern gerät er oft in den Hintergrund und wird lediglich zu überflüssigen Anhängsel zwischenmenschlicher Beziehungen. Und wirklich schätzen lernen wir ihn wohl erst, wenn er uns nicht mehr in der Fülle seiner Funktionen zur Verfügung steht, sei es nun, weil wir uns ein Bein gebrochen haben oder wir einfach jemanden nicht berühren können, von dem wir es uns sehnlichst wünschen.
Ja der PC hat vieles vereinfacht. Man kann einkaufen ohne sich zu bewegen, sogar Freundschaft schließen und sonstige vergnügen. Mit einem Mausklick ist man sofort dabei die neusten Nachrichten zu erfahren oder ein paar Moorhühnern den Kopf abzuballern. Oh Wunderwerk der Technik! Solange uns nicht die Finger abfallen oder der Ruf der Natur uns ereilt ist alles paletti.
Schwierig wird es da nur, wenn man auf einmal feststellen muss, dass eben nicht alles sofort geht. Kein einfacher Knopfdruck und los gehts. Kein Mausklicken. Kein passwort eingeben. Sondern schlichtestes ödestes Warten.
Ja warum ist es denn nur so, dass sich jemand nicht per Knopfdruck verliebt? Und selbst wenn man da Montae wartet muss der Gegenüber trotzdem nichts für einen emfpinden. Aber der Mensch von heute ist ja nicht damit zufrieden, wenn der Gelibte es ist. Nein, man selbst möchte gerne genau das haben, was man sich wünscht. Jetzt. Hier. Und am besten noch mit Schleifchen drum, nicht wahr?
Wenn wir es nicht kriegen gibt es dann großes Geheule und die Decke wird erst einmal weit über den Kopf gezogen damit die böse böse Welt draußen bleiben kann. Tja Ätschiebätsch so ist das eben.
Da hilft kein Heulen kein Zetern.
Besonders intelligente Menschen wollen dann alle Hoffnung über Bord werfen. Die Welt ist ja eh scheiße, nicht wahr?
Und ganz ehrlich man kann es ihnen kaum verübeln. Aufgeben war ja schon immer der leichteste Weg. Denn per Knopfdruck aufgeben geht auch ohne Computer.
Wer aber dann doch etwas Widerstand in kauf nehmen kann und versucht neue Hoffnung zu schöpfen ist sicherlich verletzlicher. Aber im Grunde sind das die wahren Sieger dieses Computerspiels. Hoffnung ist es nicht, die uns Stundenlang nach einem Rückschlag weinen lässt. Sie ist es, die uns wieder aufbaut und uns Kraft gibt es erneut zu versuchen statt auf unseren faulen Hintern zu sitzen und dahin zu vegitieren.
Hoffnung ist zwar kein Knopf, der uns die wahre Liebe und jeglichen Erfolg beschehrt, aber der Motor für uns es von alleine zu erreichen.
Und man möge mir diesen Enthusiasmus durchaus verzeihen, denn Disneys Happy-End-Masche hat mich wieder einmal vollkommen eingewickelt. Zu schade aber auch.
In dem Sinne:
Jazz over and out.
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