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Bouna Sera.
Willkommen.
Oder so etwas in der Art.
Habt ihr schon einmal jemandem helfen wollen? Aus tiefstem Herzen, egal mit welchen Mitteln? Dabei ist es auch vollkommen egal, ob es mehr ein Fremder als ein Freund ist, vielleicht sogar eine Mischung aus Beidem. Wenn ihr alles dafür geben wollt und trotzdem einsehen müsst, dass ihr nichts das Geringste geben könnt, ist das mehr als bitter. Nicht nur für euch.
Ich habe nie behauptet eine gute Trösterin zu sein, Halt oder intelligente Ratschläge geben zu können, eher sogar das Gegenteil. Es hat auch nie jemand erwartet. Eher waren es die anderen die mich mit dem Gegenteil glaubten zu rühmen müssen.
Doch die Wahrheit ist wohl, dass ich wirklich mehr als schlecht darin bin.
Das Problem, das sich zeigt, ist nur, dass ich eine gute Zuhörerin bin, dass Menschen mir gerne Vertrauen entgegen bringen.
Es ist als hätte ich die Gabe zuzuhören ohne sie nutzen zu können.
ALs wäre ich eine gute Autorin, könnte wunderbare Worte erschaffen, aber hätte nichts, was es sich einzufangen Lohnt. Keine Botschaft, keine Geschichte, nur leere Worte. Genau solche, wie es auch die sind, die ich versuche um Trost zu spenden.
Warum also, warum haben wir diese Gaben ohne sie nutzen zu können? Hätte ich irgendwann einmal lernen sollen meine Worte gezielt einzusetzen, mein Zuhören in etwas zu verwandeln, das wirklich Sinn hat?
Vielleicht nicht.
Es könnte genauso gut sein, dass es ein äquivalenter Tausch ist. Ein Gleichgewicht der Dinge. Wenn ich gut Zuhöre, wäre es vermessen zu wollen, dass auch meine Worte ihr Ziel erreichen. Wenn ich gut schreibe, wäre es nicht Rechtens auf Anhieb eine Botschaft zu finden.
Botschaften lassen sich finden. Durch andere, durch Erfahrungen, aber wie steht es mit Trost? Wo finde ich Trost für einen anderen Menschen?
Was bringt schon Mitleid, Caritas, wenn man nichts zu geben hat? Wo ist hier der Sinn der Nächstenliebe?
Liebe deinen Nächsten so wie dich selbst.
Und was bringt es ihm, wenn man sich selbst auch nicht helfen kann? Und wer hilft denen, die sich selbst nicht lieben?
Ich glaube heute keine Antwort zu finden. Warten wir, vielleicht findet sie mich. Irrsinn? Ja, ich bin fast da.
Jazz over and out.
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